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„Mehr als heiße Luft“

Dampf­phasen­löten mit Wasser: Warum es nicht möglich ist

Wasser ist für das Dampf­phasen­löten ungeeignet, zu niedriger Siedepunkt, leitfähig, korrosiv und nicht temperaturstabil.

Kann man Dampf­phasen­löten mit Wasser durchführen?


Nein, Dampf­phasen­löten mit Wasser ist nicht möglich, da Wasser die grundlegenden Anforderungen dieses Lötverfahrens nicht erfüllt. Der zu niedrige Siedepunkt, die Feuchtigkeitsproblematik und ungeeignete chemische Eigenschaften machen Wasser für das Dampf­phasen­löten in der Elektronikfertigung unbrauchbar.

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Siedepunkt: Der entscheidende Unterschied

Ein zentraler Faktor im Dampf­phasen­löten ist die erreichbare Temperatur. Diese wird durch den Siedepunkt des eingesetzten Mediums bestimmt. Wasser hat bei Normaldruck einen Siedepunkt von 100 °C. Damit liegt es deutlich unter den Temperaturen, die im Reflowlöten erforderlich sind:

  • 180 °C für bleihaltige Lote
  • 220 °C bis 250 °C für bleifreie Lote

Wasserdampf kann diese Temperaturen nicht erreichen. Daher ist eine zuverlässige Lötung elektronischer Baugruppen mit Wasser physikalisch nicht möglich.

Chemische Eigenschaften von Wasser in der Löttechnik

Auch aus chemischer Sicht ist Wasser für die Löttechnik ungeeignet. Im Gegensatz zu spezialisierten Wärmeträgerfluiden ist Wasser:

  • nicht chemisch inert
  • enthält gelöste Ionen
  • elektrisch leitfähig
  • potenziell korrosiv

Diese Eigenschaften stehen im direkten Widerspruch zu den Anforderungen an sichere und stabile Lötprozesse in der Elektronikfertigung.

Feuchtigkeit und Risiken in der Elektronikfertigung

Ein weiteres Problem ist die Feuchtigkeit, die beim Einsatz von Wasser in die Baugruppe eingebracht würde. Beim Kondensieren würde Wasser direkt auf die elektronischen Komponenten treffen. Das führt zu erheblichen Risiken in der Elektronikfertigung, darunter:

  • Korrosion von Leiterbahnen
  • Kurzschlüsse durch leitfähige Rückstände
  • Delamination von Materialien

Elektronische Bauteile reagieren äußerst empfindlich auf Feuchtigkeit. Eine nachträgliche Trocknung wäre aufwendig und nicht immer vollständig möglich.

Temperaturkontrolle im Dampf­phasen­löten: Warum Wasser ungeeignet ist

Ein entscheidender Vorteil des Dampfphasenlötens ist die präzise Temperaturführung.

Mit Wasser lassen sich Verdampfungs- und Kondensationsprozesse jedoch nicht so exakt steuern wie mit speziell entwickelten Medien. Für eine gleichmäßige und reproduzierbare Wärmeübertragung sind stabile thermische Eigenschaften erforderlich, die Wasser nicht bietet.

Galden als Standard-Wärmeträgerfluid im Dampf­phasen­löten

Statt Wasser kommen beim Dampf­phasen­löten speziell entwickelte Fluide wie Galden zum Einsatz.

Diese Wärmeträgerfluide bieten:

  • exakt definierte Siedepunkte (165 °C bis 260 °C)
  • gleichmäßige Wärmeübertragung
  • chemische Stabilität und Inertheit
  • elektrische Nichtleitfähigkeit

Dadurch ermöglichen sie eine präzise Temperaturkontrolle, eine homogene Erwärmung und eine zuverlässige Prozessführung, die für hochwertige Lötverbindungen erforderlich ist.

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Warum kann man Dampf­phasen­löten nicht mit Wasser durchführen?

Wasser erfüllt weder die thermischen noch die chemischen Anforderungen des Verfahrens.

Der zu niedrige Siedepunkt, die Feuchtigkeitsproblematik und die ungeeigneten Materialeigenschaften machen den Einsatz unmöglich. Spezialisierte Wärmeträgerfluide wie Galden sind daher unverzichtbar, um die notwendige Prozesssicherheit und Qualität in der modernen Elektronikfertigung zu gewährleisten.

Dampf­phasen­löten für zuverlässige Lötprozesse

Erfahren Sie mehr über das Dampf­phasen­löten und die Vorteile einer präzisen und gleichmäßigen Wärmeübertragung.

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